Auf ein Wort.
Persönlich.
Fragen und Atworten.
Dr. med. Tobias Höfling
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Über mich: Tobias Höfling
Die folgenden Fragen und Antworten sollen Ihnen ein Gefühl dafür geben, wie ich 'ticke' und Ihnen die Entscheidung erleichtern, ob ich der passende Therapeut für Sie sein könnte:
Womit kann man eine Psychotherapie vergleichen?
Eine Psychotherapie wird manchmal mit einer Bergtour verglichen. Einen Hügel würden Sie in den meisten Fällen ohne Hilfe besteigen. Haben Sie aber einen höheren Berg vor sich, kann es sinnvoll sein, einen Bergführer/eine Bergführerin anzuheuern. Ihr Guide kennt sich am Berg gut aus und kann mit Ihnen den für Sie passenden Weg auswählen. Er kann Ihnen Mut machen und Sie vor rutschigen oder unsicheren Stellen warnen. Auch kann er Ihnen beim Absichern helfen, falls es gerade wenig Halt gibt. Wenn Sie schließlich den Gipfel erreicht haben, kann er mit Ihnen zurück schauen und Sie können sich gemeinsam freuen, was Sie alles bewältigt haben. Und natürlich genießen Sie dann ausgiebig den fantastischen Ausblick von Ihrem Berg.

Wie genau läuft eine Psychotherapie ab?
Am Anfang steht immer ein erstes Kennenlernen. In diesem Gespräch schildern Sie mir, was Sie gerade belastet oder welche Themen Sie mitbringen. Ich gebe Ihnen eine erste Einschätzung über die Richtung einer möglichen Zusammenarbeit und wir schauen gemeinsam, ob die „Chemie“ zwischen uns stimmt – das ist für eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig.
Im Verlauf folgen sogenannte Probatorische Sitzungen. Hier geht es darum, Ihre Situation noch besser zu verstehen und die Ziele auszuarbeiten. Sie bekommen einen Eindruck von meiner Arbeitsweise, und wir finden heraus, ob dieser Weg für Sie passend ist.
Wenn Sie sich für eine Therapie entscheiden, treffen wir uns in miteinander abgestimmten Abständen für jeweils 50 Minuten. In dieser Zeit haben Sie Raum, offen über Ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen zu sprechen. Ich begleite Sie dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und Wege zu finden, mit Schwierigkeiten anders umzugehen.
Wie lange eine Therapie dauert, ist ganz unterschiedlich – manche Anliegen lassen sich in wenigen Sitzungen gut bearbeiten, andere brauchen mehr Zeit. Wichtig ist: Wir gestalten den Weg gemeinsam und in Ihrem Tempo.
Was kann ich als Patient:in zum Gelingen einer Psychotherapie beitragen?
Danke, dass Sie sich für diese Frage interessieren. Denn Sie selbst sind für den Erfolg Ihrer Therapie extrem wichtig! Sie kennen es wahrscheinlich aus anderen medizinischen Bereichen so, dass Sie ein Rezept bekommen oder vielleicht sogar operiert werden und danach geht es Ihnen besser. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin übernimmt in diesen Beispielen die Behandlung. In einer Psychotherapie ist aber Ihre aktive Mitarbeit gefragt. Manchen Menschen hilft es, sich die Frage zu stellen: Was kann ich in mir verändern, damit es mir besser geht? Dabei ist es gar nicht so schlimm, wenn Sie nicht sofort Antworten auf diese Frage finden. Die finden wir dann zusammen. Sich diese Frage im Laufe einer Therapie aber immer mal wieder zu stellen, kann wie ein roter Faden thematisch weiter führen.


Darf ich ein bisschen mehr über Sie persönlich erfahren?
Klar.
Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und lebe in Würzburg. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, verbringe Spieleabende mit Freund:innen, lese gerne Sachbücher und Fantasy und lerne Schwedisch. Falls Sie weitere Fragen haben, beantworte ich Ihnen diese gerne im Erstgespräch.
Warum sind Sie Psychotherapeut geworden?
Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe.
Ich glaube aber, der zentrale Punkt ist, dass ich es unfair finde, wenn Menschen leiden, obwohl es vielleicht die Chance auf einen anderen Weg gäbe. Mir ist bewusst, dass Psychotherapie nicht jedes Leid verhindern kann. Aber sie kann eine Wahlmöglichkeit schaffen hin zu größerer Freiheit. Das durfte ich in meiner Lehrtherapie am eigenen Leib erfahren und das gebe ich sehr gerne weiter.


Würden Sie Ihren beruflichen Werdegang bitte ein bisschen genauer beschreiben?
Mein Werdegang
1998 - 2005Studium
Studium der Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg2005 - 2006 Promotion
Promotion an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Würzburg2006 - 2012Facharztausbildung
Facharztausbildung im Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck
Schwerpunkt: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Privatstation und Psychotherapiestation2012 - 2016Tätigkeit als Facharzt
Tätigkeit als Facharzt im Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck
Tagesklinik und psychotherapeutische AmbulanzSeit 2016Eigene Praxis
Eigene Praxis für Psychotherapie in Würzburg
Haben Sie Zusatzqualifikationen?
Ja, ich habe eine 4-jährige Ausbildung zum Gestalttherapeuten absolviert. Das hat übrigens nichts mit Malen oder Basteln zu tun. Die Gestalttherapie ist eine moderne Form der Psychotherapie, die den Fokus auf das unmittelbare Erleben im „Hier und Jetzt“ legt.
Sie unterstützt dabei, Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster bewusster wahrzunehmen und besser zu verstehen. Ziel ist es, unbewusste Muster, nicht abgeschlossene Erfahrungen ('offene Gestalten') und innere Konflikte sichtbar zu machen, damit sie bearbeitet und integriert werden können. Die Gestalttherapie lädt dazu ein, in Kontakt mit sich selbst zu kommen – und dadurch persönliches Wachstum, innere Balance und mehr Lebendigkeit zu erfahren.